Malaria-Mücken und Treibhauseffekt: Eine Klasse der Kanti Büelrain besucht das Tropeninstitut in Basel

Eine Klasse der Kantonsschule Büelrain besuchte am Donnerstag, 20. Februar, das Tropeninstitut in Basel. Die Schülerinnen und Schüler lernten unter anderem auch, welche Auswirkungen der Klimawandel auf tropischen Infektionskrankheiten hat. René Wunderlin, Biologielehrer der Kantonsschule Büelrain, berichtet über den erlebnisvollen Ausflug:

«Am Donnerstag, 20. Februar, besuchte die Biologie-Ergänzungsfach-Klasse das Swiss-Tropical-and-Health-Institute in Basel. An diesem ausgesprochen vielseitigen Institut arbeiten Forscherinnen und Forscher aus über 60 Nationen und aus ganz unterschiedlichen Fachgebieten zusammen. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte liegt auf der Bekämpfung von tropischen Infektionskrankheiten.

Peter Odermatt, Professor am Swiss TPH, stellte in einem sehr lebendigen Vortrag das Institut vor. Mit seiner offenen Art sprang der Funke gleich auf die Klasse über. Zwei Tropenkrankheiten beleuchtete Peter Odermatt genauer: Malaria und Bilharziose. Dabei standen die Krankheitsbilder, die Biologie und die verschiedenen Bekämpfungsstrategien im Zentrum. Auch der Einfluss des verstärkten Treibhauseffektes auf die Ausbreitung des von verschiedenen Anopheles-Mücken übertragenen Malaria-Erregers wurde diskutiert. Wie so oft bei komplexen Fragen ist die Situation nicht immer eindeutig: je nach Lebensraum und Anopheles-Art kann sich der verstärkte Treibhauseffekt unterschiedlich auswirken. Weil die verschiedenen Mücken-Arten über unterschiedliche ökologische Bedürfnisse verfügen und deren Lebensräume unterschiedlich sind, muss eine Beurteilung des Effektes sehr differenziert ausfallen. An einigen Orten kann die Malaria neu auftreten, an anderen jedoch verschwinden.

Bei einem Rundgang durch die Zuchtlabors des Institutes konnten die Schülerinnen und Schüler ganze Schwärme von Anopheles-Mücken in ihren Zuchtboxen beobachten oder sehen, wie Bilharziose übertragende Schnecken gehalten werden. In einem anschaulichen Postenlauf konnte man eine ganze Bandbreite parasitischer Organismen studieren – von blossem Auge oder mit dem Mikroskop.

Die Schülerinnen und Schüler erhielten dank dem grossen Engagement von Peter Odermatt und seinem Team einen faszinierenden Einblick in das Innenleben eines international tätigen Forschungsinstitutes. Vielleicht war dieser Tag die Initialzündung einer zukünftigen spannenden Forscherinnen-Karriere am Swiss TPH?»