Grenchner Schülerschaft baut mit viel Elan die Solaranlage aufs Turnhallendach

Ein Tag ganz im Zeichen des Schwerpunktthemas Energie fand am vergangenen Donnerstag, dem 29. August an der Sekundarschule Grenchen statt – mit dem Bau der Solaranlage als Höhepunkt.

Als wollte die Sonne beweisen, dass die Schule in den nächsten Jahren mit ihrer Energie rechnen kann, strahlte sie am 29. August auf die von den Schülerinnen und Schülern verlegten Photovoltaikmodule. An diesem Tag fand nämlich an der Sekundarschule Grenchen der Baustellentag statt.

Dass aus Sicht der Grenchner Schülerschaft Handlungsbedarf im Kampf gegen den Klimawandel besteht, wurde schnell klar. Die 15-jährige Jannet Grira betonte, dass sie ob der aktuellen Situation besorgt ist: «Es ist schlimm… Ich habe vor kurzem gehört, dass der Amazonas brennt.» Deshalb hatte sie für diesen Baustellentag nur positives übrig und meinte: «Ich finde es super, dass wir etwas selbst haben machen können.»

Arbeit auf dem Dach und Workshops

Der Baustellentag stand ganz im Zeichen des Schwerpunktthemas Energie. Über den ganzen Tag verteilt hatten die vielen Klassen Zeit sich mit diesem Thema zu befassen. So durften alle Schülerinnen und Schüler auf die Doppelturnhalle zu steigen, wo sie über durch die von der SWG finanzierten Solaranlage geführt wurden und von Experten auf alle ihre Fragen eine Antwort bekamen.

Nachdem sie auf dem Dach auch den Solarteuren über die Schultern schauen konnten, begaben sie sich weiter in Richtung Schulhof. Dort ging es für sie mit unterschiedlichen Energieworkshops weiter.

Die Schülerinnen und Schüler lernten dort die Vor- und Nachteile verschiedener Stromproduktionsarten kennen, ordneten einige elektronische Geräte nach ihrem Stromverbrauch und erfuhren anhand einer Demoanlage, auf welchem Weg der produzierte Strom in die Schule kommt.

Klare Botschaften

24 im Vorfeld ausgewählte Schülerinnen und Schüler hatten am Baustellentag sogar die Möglichkeit selbst Hand anzulegen. Betreut durch die engagierten Mitarbeiter von EnergyOptimizer, transportierten, verlegten und verkabelten sie selbständig die Solarpanels.

Einer dieser Helfer war Kim Bucher. «Erstens sehen die Leute, dass man wirklich etwas gegen den Klimawandel machen kann. Und zweitens nützt es wirklich etwas, denn wir reduzieren CO2», kommentierte der 14-Jährige diese Aktion. Man sah den Jugendlichen die Freude an der Arbeit deutlich an.

An diesen Tag werden sich sicherlich die meisten Schülerinnen und Schüler gut erinnern. Zudem tragen sie jetzt mehr denn je die Botschaft des Klimaschutzes in die Welt hinaus. Deutliche Worte fand auch Miro Nardini: «Ich habe gemerkt, dass viele Leute das nicht so ernst nehmen – sie informieren sich zu wenig.» Und der 14-jährige Schüler der Sekundarschule Grenchen fügte hinzu: «Man sollte mehr so Veranstaltungen machen wie jetzt eben die Solaranlage auf dem Dach. Dann merken die Leute, dass sie auch selbst etwas machen können.»