Was ist die Klimaschule?

Das Programm Klimaschule der Klimaschutzorganisation myblueplanet ist ein Bildungs- und Klimaschutzprogramm für Schulen. Mit dem Programm sollen die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit langfristig an der teilnehmenden Schule verankert werden.

In einem abwechslungsreichen Bildungsprogramm werden die Schülerinnen und Schüler sowie das Schulumfeld innert vier Jahren erlebnisorientiert und interaktiv an die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit herangeführt. Die Schwerpunktthemen in den vier Jahren sind «Energie» im ersten Jahr und «Mobilität», «Ernährung» und «Ressourcen» in den Folgejahren. Schulen können das Programm Klimaschule entweder als Bildungsprogramm durchführen oder zusätzlich auch das Label Klimaschule anstreben. Dafür gilt es einen Kriterienkatalog von zehn Punkten zu erfüllen.

Mitmachen lohnt sich

Mit dem Programm Klimaschule verringert die Schule ihren ökologischen Fussabdruck und leistet einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz. Damit ist die Teilnahme am Bildungsprogramm nicht nur gut fürs Klima, sondern wirkt sich auch positiv auf das Image der Schule aus: Die Erfolge jeder teilnehmenden Schule im Klimaschutz werden öffentlichkeitswirksam kommuniziert.

Des Weiteren darf sich eine Schule, die sich entscheidet, neben dem Bildungsprogramm auch noch das Label Klimaschule anzustreben, während der Umsetzung bereits als «Kandidat Klimaschule» bezeichnen. Nach erfolgreichem Abschluss des Bildungsprogramms und Erfüllen des Kriterienkatalogs erhält die Schule dann das Label Klimaschule.

Label Klimaschule

Das Label Klimaschule zeichnet Schulen aus, die sich besonders für den Klimaschutz einsetzen. Schulen erhalten das Label Klimaschule, nachdem sie das vierjährige Bildungsprogramm und einen Kriterienkatalog mit zehn Punkten erfolgreich umgesetzt haben.

Die Kriterien im Detail

Gründung eines Klimarates

Der Klimarat setzt sich aus Vertretern der Schülerschaft, Lehrpersonen, Schulleitung und Hauswart zusammen. Weitere Personen können miteinbezogen werden. Der Klimarat ist verantwortlich für die Umsetzung der 10 Kriterien. Zudem ist er die Anlaufstelle für die Schülerschaft, Lehrpersonen und Fachkräfte sowie für andere Personen aus dem schulischen Umfeld. Der Klimarat steht in engem Kontakt mit den Projektverantwortlichen und berichtet regelmässig über seine Aktivitäten.

Verankerung des Klimaschutzes im Leitbild der Schule und im Unterricht

Im ersten Jahr des Projekts verankert die Schule den Klimaschutz im Leitbild und fächerübergreifend im Unterricht mit konkreten Richtlinien und Lernzielen.

Weiterbildung von Lehrerkollegium und Angestellten im Bereich Klima, Energie und Nachhaltigkeit

Die Schule verpflichtet sich, dass alle Angestellten der Schule im Verlauf des Projekts mindestens einen Weiterbildungskurs absolvieren im Bereich Klimaschutz, Energieeffizienz oder Nachhaltigkeit.

Reduktion des Energieverbrauchs durch eine Betriebsoptimierung

Mit unserem erfahrenen Partner Energo wird eine Betriebsoptimierung durchgeführt. Schulen, welche nachweislich bereits in unmittelbarer Vergangenheit eine Betriebsoptimierung vorgenommen haben, oder bei denen laut Expertengutachten eine Betriebsoptimerung keinen Sinn macht, haben diesen Punkt bereits erfüllt.

Erhöhung des Anteils an erneuerbaren Energien

Der Anteil an erneuerbaren Energien im Strom- und Wärmebereich muss erhöht werden. myblueplanet begrüsst eine Umstellung auf 100% erneuerbare Energien. Schulen, welche bereits auf 100% erneuerbare Energien umgestellt haben, haben dieses Kriterium bereits erfüllt.

Förderung einer klimaschonenden Mobilität im Umfeld der Schule

Die Schule fördert den Fuss- und Veloverkehr der Schülerschaft, der Lehrpersonen und der Angestellten sowie im schulischen Umfeld.

Berücksichtigung klimaschonender Produkte bei Neuanschaffungen und Investitionen

Die Schule verpflichtet sich, bei Neuanschaffungen und Investitionen klimaschonende Produkte zu berücksichtigen. Dies gilt auch für Neu- und Umbauten. Zudem sollen Materialien möglichst lange in Anwendung bleiben. Technische Geräte sollen, wenn ein Defekt auftritt, nach Möglichkeit repariert anstatt ersetzt werden.

Ausbau des Recyclingsystems und Reduktion der Abfallmenge

Die Schülerschaft, Lehrkräfte und Angestellten werden aufgefordert, ressourcenschonend mit den Materialien umzugehen. Dazu gehört z.B. papierloser Unterricht, wenn möglich. Zudem soll ein Recyclingsystem etabliert werden, wenn es noch keines gibt. Des Weiteren überlegen sich alle Beteiligten, wie die Abfallmenge weiter reduziert werden kann und handeln dementsprechend.

Förderung einer klimafreundlichen Ernährung

Die Schulen unternehmen konkrete Schritte, um eine klimafreundliche Ernährung bei den Schülerinnen und Schülern, dem Lehrerkollegium und im Schulumfeld zu fördern. Dazu gehört in erster Linie Aufklärung. Des Weiteren werden in der Mensa (falls vorhanden) klimafreundliche Menüs angeboten.

Kommunikation der Aktivitäten im Schulumfeld und gegenüber myblueplanet

Die Schule informiert das Schulumfeld und myblueplanet über alle Aktivitäten bezüglich der Klimaschule und beteiligt sich aktiv an der Kommunikation des Projekts.

Unser Bildungsprogramm

In den vier Jahren des Bildungsprogramms wird Wissen zu vier Schwerpunktthemen erlebnis- und handlungsorientiert vermittelt. Pro Jahr wird je ein Schwerpunktthema an packenden Projekttagen und mittels abwechslungsreicher Unterrichtseinheiten erarbeitet.

Unser Bildungskatalog

Hier findest du verschiedene Angebote und Lernmaterialien zum Thema Klimaschutz. Der Bildungskatalog richtet sich in erster Linie an Lehrpersonen des Programms Klimaschule, kann aber auch von anderen Lehrpersonen genutzt werden. Die Inhalte lassen sich entsprechend dem Programm Klimaschule nach verschiedenen Schwerpunktthemen filtern und wurden auf ihre Qualität hin überprüft.

Bildungsinhalte

Zum Bildungskatalog ›

Externe Bildungsanbieter

éducation21 ›

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Leistungen

  • Bedarfsanalyse für jede teilnehmende Schule mit Beratung
  • Erarbeitung eines konkreten Bildungsprogramms
  • Bereitstellung von Bildungsangeboten
  • Vernetzung mit Bildungspartnern
  • Organisation und Durchführung von Aktionstagen
  • Beratung und Coaching
  • Auswahl und Sammlung von themenrelevanten Bildungsinhalte in unserem Bildungskatalog
  • Programmleitung und Programmkoordination
  • Organisation von Sitzungen mit der Schule
  • Sitzungsleitung inkl. Vor- und Nachbearbeitung
  • Abwicklung und Administration der Crowdfunding-Kampagne
  • Individuelle und öffentlichkeitswirksame Medienarbeit
  • Erstellen von Druck- und Grafikmaterialien
  • Eigene Website für die Crowdfunding-Kampagne und für News-Beiträge zum Programm
  • Vernetzung mit der myblueplanet- und Klimaschule-Community

Am Beispiel der Solaranlage

  • Bedarfsanalyse für jede teilnehmende Schule mit Beratung
  • Bereitstellung und Verhandlung von Dachnutzungs- und Stromabnahmeverträgen
  • Beratung und Begleitung bei der Planung, beim Bau und der Inbetriebnahme der Solaranlage
  • Bereitstellung eines Visualisierungstools der Solaranlage (Solarfox)
  • Beratung und Schulung im Visualisierungstool Solarfox

Kosten

Um Zugang zu den Leistungen des Programms Klimaschule zu haben, zahlt die Schule während der Programm-Teilnahme jährlich ab 1000 Franken an das myblueplanet-Team Klimaschule.

Im ersten Projektjahr wird ein Crowdfunding im Schulumfeld und in der Gemeinde durchgeführt. Mit dem Grossteil der Einnahmen aus dem Crowdfunding werden die Bildungsaktivitäten während des Programms finanziert.

Der Erhalt des Labels Klimaschule ist bis auf Weiteres kostenlos. Jedoch müssen Eigenleistungen, welche zur Erfüllung der 10 Kriterien nötig sind, von der Schule getragen werden.

Doris Frei,

Schulleiterin Oberstufe Elsau-Schlatt

«Als Sekundarschule und ‘Kandidatin Klimaschule’ sind Klimaschutz und Nachhaltigkeit für uns von grosser Dringlichkeit um künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten und zu sichern. Unkompliziert und inspirierend, unterstützend und fachkundig – so werden wir dabei vom Team von myblueplanet unterstützt.»

René Riedel,

Projektleiter bei der Brändle Gebäudehüllen AG

«Die Schülerinnen und Schüler wussten über das Thema Photovoltaik erstaunlich gut Bescheid und waren sehr engagiert. Für uns war das Projekt ein grosser Erfolg. Wir haben gerne mitgemacht und würden es jederzeit wieder tun.»

 

Daniel Stamm,

Präsident Volksschulgemeinde Bichelsee-Balterswil

«Bei der Umsetzung der Inhalte im Bereich „Nachhaltigkeit“ des Lehrplan 21 hat uns die Zusammenarbeit mit dem pädagogischen Team von myblueplant viel Arbeit erspart. Die Arbeit mit myblueplanet war fürs ganze Lehrerteam sehr interessant und lehrreich.»

Benedikt Oeschger,

Schüler Kantonsschule Büelrain Winterthur

«Durch die Teilnahme am Projekt geniesst das Thema Nachhaltigkeit einen grossen Stellenwert im Schullalltag. Dadurch wurden und werden viele Diskussionen und Taten angestossen und ein Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz geleistet.»