Jede Zelle zählt (JZZ)

Unser enormer Energieverbrauch wirkt sich auf die hohe CO2-Belastung der Atmosphäre aus und ist damit mitverantwortlich für die Klimaerwärmung. Mit der Energiestrategie 2050 hat die Schweiz die Energiewende beschlossen. Nun gilt es den Energieverbrauch zu senken und einheimische erneuerbare Energien zu stärken.

Mit dem Bildungsprogramm zum Schwerpunktthema «Energie» unterstützt das Programm Klimaschule diesen wichtigen Bereich des Klimaschutzes.

Schüler/innen erleben die Wichtigkeit von Strom im Alltag, werden auf die Auswirkungen von zu hohem Energieverbrauch sensibilisiert und lernen über die Bedeutung von erneuerbaren Energien.

 

Solaranlage aufs Schulhausdach

Als Highlight des Programmjahres wird eine Solaranlage auf das Schulhausdach gebaut. Damit erhält die Schule nicht nur ihren eigenen Solarstrom, sondern die Schüler/innen können erneuerbare Energien auf eine packende Weise kennenlernen: Beim Bau der Solaranlage dürfen sie selbst mithelfen. Die Schule führt ausserdem in diesem ersten Jahr die Crowdfunding-Kampagne JZZ durch. Eine Kampagne, die nicht nur die Schule, sondern auch das gesamte Schulumfeld miteinbezieht.

All das wird vom Team Klimaschule organisiert und geplant. Damit kommt im ersten Jahr alles «aus einer Hand»:

  • Energie- und Klimabildung
  • Kampagne mit Crowdfunding für die Klimakasse
  • Solaranlagebau

Um der teilnehmenden Schule einen spannenden und eindrücklichen Start ins Programm zu ermöglichen, werden die Aktionstage in diesem Jahr vom Klimaschule-Team vorbereitet und ausgeführt. Ausserdem vernetzt das Klimaschule-Team in diesem Jahr die Schule mit allen wichtigen Akteuren, die helfen das Programm zum Erfolg zu führen.

Ein wichtiges Jahr

Damit nimmt das Schwerpunktjahr «Energie» eine wichtige Rolle im Programm Klimaschule ein: Das Jahr stellt die Weichen, so dass das Programm eine möglichst breite Wirkung und grosse Begeisterung in der Schule sowie der Gemeinde erzielen kann.

Aktionstage im Schwerpunktjahr «Energie»

  • Initial Day
  • Blackout Day
  • Baustellentag der Solaranlage
  • Einweihungsfest der Solaranlage

Crowdfunding – Wie läuft es ab?

Zu Beginn der Kampagne JZZ setzt sich die Schule ein finanzielles Ziel, das sie erreichen möchte, um Aktions- und Projekttage für das Programm Klimaschule zu finanzieren. Je nach Grösse der Schule kann dieses Ziel variieren.

Passend zum Bau der Solaranlage während des Schwerpunktjahres «Energie», verkaufen die Schüler/innen dann symbolische Solarzellen, um Spenden zu sammeln. Eine symbolische Solarzelle kostet 40 Franken und kann von Eltern, Gemeinde oder anderen Sponsoren gekauft werden. Der Grossteil der gesammelten Spenden fliesst dann in eine Klimakasse, die für Bildungsaktivitäten für das Programm Klimaschule in den kommenden Jahren verwendet werden darf. Beispielsweise kann mit der Klimakasse ein Besuch bei der Umweltarena in Spreitenbach finanziert werden.

Jede Schule erhält eine eigene Programm-Site, die als Crowdfunding-Plattform dient. Dort wird auf einem virtuellen Solardach visuell ansprechend gezeigt, wie viele Solarzellen noch zu verkaufen und wie viele schon verkauft sind. Auf dem virtuellen Solardach können sich Zellenkäufer Zellen aussuchen und sich mit Foto und Kommentar verewigen.

Die Schule wird bei der Crowdfunding-Kampagne von myblueplanet aktiv unterstützt durch Beratung, dem Bereitstellen von Flyern und Plakaten sowie durch lokale Medienarbeit.

Eine originelle Crowdfunding-Kampagne mit breiter Wirkung

Thematisch passend zum Programmjahr mit dem Schwerpunktthema «Energie» lautet das Motto der Crowdfunding-Kampagne «Jede Zelle zählt – Solarenergie macht Schule!».

5 Gründe für das Crowdfunding

Finanzielle Entlastung der Schule

Die Teilnahme am Programm Klimaschule soll für Schulen keine Frage des Geldes sein. Aus diesem Grund wird mittels Crowdfunding das Schulumfeld aufgerufen, Bildungsaktivitäten des Programms mit einer finanziellen Spende zu unterstützen.

Schülerschaft wird einbezogen und motiviert

Die Crowdfunding-Kampagne erfordert Engagement seitens der Schule und vor allem der Schüler/innen. Damit werden die Schüler/innen von Beginn an im Programm involviert und übernehmen Verantwortung. Dadurch identifizieren sie sich schnell mit den Themen und sind motiviert beim Programm dabei.

Kreativität wird gefördert

Die Schüler/innen können nach kreativen Wegen suchen, die Spenden zu sammeln: Wetten mit lokalen Unternehmen oder einem Verkaufsstand beim Fussball-Match – es gibt zahlreiche Möglichkeiten.

Gemeinschaft wird einbezogen

Eltern, Verwandte, Freunde und Gemeindemitglieder werden aktiv in das Programm miteinbezogen. Dadurch wird Interesse und Anteilnahme in der Gemeinschaft geschaffen und das Programm erzielt eine noch breitere Wirkung.

Aufmerksamkeit wird geschaffen

Das Crowdfunding ist eine moderne, interaktive und spannende Form, Spenden zu sammeln. Damit erhält die Schule viel öffentliche Aufmerksamkeit und die Inhalte des Programms erreichen noch mehr Menschen.

Solaranlage

Zentraler Bestandteil des Schwerpunktjahres «Energie» und auch des Programms Klimaschule ist der Bau einer Solaranlage auf dem Schulhausdach im ersten Jahr.

Die Solaranlage ermöglicht sowohl der Schule als auch der Gemeinde, eigenen Solarstrom zu beziehen – auch ohne Investitionen seitens der öffentlichen Hand. Es bestehen verschiedene Realisierungsmodelle zur Finanzierung der Solaranlage je nach Präferenz der Schule und Gemeinde. Welches Modell am besten passt, kann im gemeinsamen Gespräch geklärt werden.

Beispiele für Realisierungsmodelle der Solaranlage:

  1. Schule/Gemeinde
    1. Mit eigenen Ressourcen mit oder ohne öffentliche Submission
    2. GU-Auftrag an myblueplanet ohne öffentliche Submission
  2. Lokales Elektrizitätswerk
  3. Lokaler, regionaler Verein/Genossenschaft
    1. bestehend
    2. neu gegründet durch Klimaschule mit Beteiligungsmöglichkeit der Bevölkerung
  4. Myblueplanet organisiert Contractor
    1. Dritter mit Funktion Bauherrenberater
    2. eigener/nahestehender Contractor

Die Planung sowie die Organisation des Baus wird auf Wunsch vollständig vom Team «Klimaschule» übernommen, was den Zeitaufwand für Schule und Behörde in Grenzen hält. Für die Schulen fällt lediglich ein Unkostenbeitrag an.

Das Schwerpunktjahr läuft ganz unter dem Motto: «Keine Solaranlage ohne Bildung». Aus diesem Grund lernen die Schüler/innen während des ersten Schwerpunktjahres vertieft über Energie und werden aktiv beim Bau der Solaranlage miteinbezogen.

Mit dem Bezug von Solarstrom durch die Solaranlage erhöht die Schule ihren Anteil an erneuerbaren Energien und verringert damit ihren ökologischen Fussabdruck.

Nach der Fertigstellung der Solaranlage erhält die Schule einen sogenannten Solarfox. Dieser visualisiert die Energiedaten der hauseigenen Solaranlagen für alle sichtbar im Schulhaus.

Suchst du nach inspirierendem Unterrichtsmaterial für das Schwerpunktjahr Energie?

Im Bildungskatalog kannst du schnell und einfach nach den gewünschten Bildungsinhalten suchen. Dafür haben wir fünf Filterfunktionen eingerichtet: Unterrichtsformen, Schulstufen, Themen, Fächer und Regionen.

 

Bildungskatalog

Eine Auswahl an Impressionen der Kampagne

Partner der Kampagne «Jede Zelle zählt»